Anglerumfrage

Anglerumfrage im Sauerland / Bergischen Land

Anglerumfrage - Ergebnisse und Ausblick

Die Talsperren des Ruhrverbands dienen nicht nur der Wasserversorgung, sondern stellen auch ein attraktives Naherholungsgebiet für die Metropolenregion Ruhrgebiet dar. In landschaftlich reizvoller Lage gelegen wissen insbesondere Angler die Wasserqualität und den Fischreichtum der Talsperren zu schätzen.

Daher hat der Ruhrverband von April bis November 2012 eine große Umfrage unter allen Talsperrenanglern durchgeführt. Sie sollte dazu dienen, die Talsperrenangler als Kunden des Ruhrverbands besser kennenzulernen und Verbesserungspotenziale für die Angelfischerei aufzuzeigen. Die Umfrage war mit knapp 300 Teilnehmern ein voller Erfolg. Die Umfrageergebnisse können Sie jetzt hier nachlesen.

Seeforelle Sorpesee Fliegenrute

Zusammenfassung - ausgewählte Ergebnisse

Die Umfrage umfasste vier thematische Blöcke: "Persönliche Angaben", "Angelgewohnheiten", "Die Talsperren als Angelgewässer" und "Services und Angebote rund um die Angelfischerei".

Die Auswertungen des Blocks Persönliche Angaben hat Folgendes ergeben: Die überwiegende Mehrheit der Talsperrenangler sind wie zu erwarten Männer. Es zeigt sich, dass mit 65 % der Großteil der Angler über 35 Jahre alt ist. Fast alle wohnen in NRW und sind zu über 80 % Vereinsmitglieder.

Die Antworten im Bereich Angelgewohnheiten lassen sich wie folgt zusammenfassen: Viele Angler bevorzugen zwar in der Regel eine Talsperre als Lieblings- oder Hausgewässer, befischen aber offenbar dennoch gerne hin und wieder auch andere Talsperren. Die meisten Talsperrenangler (60 %) stammen aus dem nahen Umfeld (weniger als 30 km Anfahrtsweg). Dennoch nehmen nicht wenige Angler (40 %) auch längere Anfahrtswege (über 30 km) in Kauf. Die beliebteste Jahreszeit zum Angeln ist der Sommer und die beliebteste Tageszeit der Morgen und der Abend. Ein Drittel der Angler geht aber auch nachts angeln. Zu über 60 % fischen die Talsperrenangler bis zu 50 Tage und mehr an den Talsperren. Die überwiegende Mehrheit der Angler fischt also sehr intensiv an den Talsperren. Die beliebtesten Fischarten unter den Anglern sind die Raubfische. Die wichtigsten Angelmotivationen sind die Entspannung vom Alltag und das Naturerlebnis. Der Fangerfolg allgemein ist für die meisten Angler nicht das bestimmende Motiv.

Der Frageblock Die Talsperren als Angelgewässer hat folgendes Bild ergeben: Viele der Talsperrenangler nutzen aktiv Informationsangebote zur Angelfischerei an den Talsperren. Insbesondere über das Internet informiert sich jeder zweite Angler zu den Talsperren. Die beliebteste Talsperre ist die Möhnetalsperre, gefolgt von der Verse- und Listertalsperre. Insgesamt wurden bis auf den Ahauser Stausee alle Talsperren mit gut oder befriedigend benotet. Als positiv schätzen die Angler die Fischvielfalt, die Wasserqualität, die Natur, Landschaft und Ruhe sowie die ganzjährige Angelerlaubnis an den Talsperren. Als negative Aspekte wurden häufig Müll am Wasser, Verbesserungsbedarf an den Bootszufahrten, schlechte Parkmöglichkeiten sowie unzureichende bzw. unprofessionelle Fischereikontrollen genannt.

Der Bereich Services und Angebote rund um die Angelfischerei lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Beinahe 90 % der Talsperrenangler nutzen die regionalen Angelgeschäfte. Über die Hälfte der Angler gibt 500,- Euro oder mehr im Jahr für sein Hobby aus. Jeder vierte Angler gibt sogar über 1.000,- Euro für sein Hobby aus. Jeder vierte Angler verbindet seinen Angelausflug gelegentlich oder sogar regelmäßig mit einem Restaurantbesuch vor Ort. Ebenfalls rund jeder Vierte steuert die Tankstellen und Kioske während seines Angelausflugs in der Region an. Sogar jeder Zweite nutzt auch zumindest gelegentlich das Imbissangebot vor Ort. Immerhin 6 % der Angler buchen mehr als 10 Übernachtungen pro Jahr in der Region. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass auch die regionale Gastronomie von den Angelgästen des Ruhrverbands profitiert.

Ausblick

Der Ruhrverband nimmt die Anregungen der Angler aus der Umfrage ernst und ist bestrebt, im Rahmen der Möglichkeiten Verbesserungsvorschläge der Angler umzusetzen. Geplant ist unter anderem die Optimierung des Internetangebots zum Thema Angeln, was mit diesem neuen Internetauftritt des Ruhrverbands erfolgt ist. Des Weiteren wird zurzeit an einer Verbesserung der Fischereiaufsicht gearbeitet. Für den Ahauser Stausee werden aktuell ebenfalls Verbesserungsmöglichkeiten untersucht. Weiterhin wird eine noch engere Zusammenarbeit mit den Touristikorganisationen im Sauerland angestrebt, um attraktive Angebote für Angler zu schaffen.


Die vollständigen Berichte zum Download

Bericht Anglerumfrage
Zusatzauswertung Anglerumfrage

Pilotstudie zur ökonomischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Angelfischerei in NRW des Fischereiverbands NRW e. V.

Die Bedeutung des Angelns wird häufig unterschätzt.
Dabei entsprechen moderne Angler in Habitus und Verhalten nicht mehr dem überlieferten Bild des eigenbrödlerischen Rentners mit Gummistiefeln, Campingstuhl, Eimer und altertümlicher Angelrute.
Heute investieren Angler viel Geld in Material und Gerätschaften, die beim Fischfang unterstützen und Erfolg versprechen.
Vor dem Hintergrund die Angelfischerei aus wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht besser einordnen zu können, hat der Fischereiverband NRW e. V. Angler zu ihren Gewohnheiten und Ansichten sowie Nichtangler zu ihrer Meinung über das Angeln befragt.
Mit der Durchführung dieser Studie wurde das Rheinisch-Westfälische Institut für Wasser (IWW) in Person von Clemens Strehl beauftragt.

Die informative Studie deckt sich in vielen Ergebnissen mit unserer Anglerumfrage.
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