Die Fische sind in Fahrt

Kampfstarke Blaufelchen stellen durch wechselhafte Fluchten höchste Ansprüche an Hegene und Hauptschnur.

Auf dem Echolot findet man die großen Raubfische unter den Futterfischschwärmen.

Nach einem äußerst lebhaften Drill, konnte dieser stramme Hecht von 14 Pfund gelandet werden. Der Hecht biss in 3 m Tiefe über 14 m tiefem Wasser auf einen Wobbler.

Es geht aufwärts, es wird wärmer, die Fische haben Hunger! Das merken auch die Angler an den Sauerland-Seen, war doch in diesem Jahr witterungsbedingt vieles anders. Und bevor es im Sommer bereits wieder zu warm wird, bietet der Juni beste Aussichten auf erfolgreiche Fischwaid. Sonne, Wolken und ein bisschen Wind bieten dabei auf den Sauerland-Seen beste Bedingungen!

Das Wasser der Seen hat jetzt vielerorts bereits 17 Grad und die Aktivitäten am und im Wasser nehmen merklich zu. So schlüpften bereits große Mengen an Maifliegen, Köcherfliegen und Mücken und die Fische konnten sich den Bauch vollschlagen. Auch die Flussbarsche werden nun nach der Laichzeit wieder merklich aktiver und zeigen sich schon an der Oberfläche beim Rauben. Die Schonzeit für Zander ist vorüber. Und auch wenn die Sauerland-Seen zum Teil schon vom Biotop her keine ausgewiesenen Zandergewässer sind, ist manch kapitale Überraschung möglich. Auch die Blaufelchen kommen in flacheres Wasser und beißen vor allem morgens und abends sehr gut auf die Hegene. Violette und schwarze, schlanke Nymphen auf 14er Haken gehen dabei sehr gut. Mit dabei sind derzeit auch die ersten Alpinen Seesaiblinge dieses Jahres. Die Seesaiblinge muss man in der Regel 2-4 Meter tiefer suchen als die Renken. Die Fische versammeln sich in riesigen Schwärmen, oft mehrere Meter hoch und breit. Darunter sieht man sehr schön, dass die Räuber ebenfalls da sind, ist der Tisch doch reich gedeckt!

Die besseren Hechte stehen dabei durchaus auch schon wieder Richtung Freiwasser, ganz in der Nähe der Futterfischschwärme. Das Schleppangeln könnte sich also – wo erlaubt - schon wieder lohnen. Bootsangler wie Wassersportler und Segler sollten dabei das gute Miteinander auf den Seen beachten, die Schleppangler an das vorgeschriebene Setzen der roten Schleppfahne denken.

Der Frühsommer bietet Euch also gute Möglichkeiten, dem sehr guten Fischbestand in den Sauerland-Seen ordentlich auf die Schuppen zu rücken. Dazu wünschen wir viel Petri Heil! Und es könnte angesichts kapitaler Seeforellen, Hechte und Welse auch im Sauerland immer der Fisch des Lebens anbeißen!