Seeforelle

Die Seeforelle (Salmo trutta lacustris)

Die Seeforelle ist ein großwüchsiger Raubfisch, der vor allem die Freiwasserzonen (Pelagial) unserer Seen besiedelt und eine sehr gute Anpassung an diesen Lebensraum hat. Sie dient hier als Ergänzung für den Zander, der durch den gewünschten Nährstoffrückgang (Oligotrophierung) der Seen in seinen Beständen rückläufig ist. Die Seeforelle kommt bei uns im Möhne-, Henne-, Sorpe-, Verse-, Lister- und Biggesee vor. Ebenso wie der Zander reguliert die Seeforelle hier Zooplankton fressende Fischarten wie z.B. die Kleine Maräne (Coregonus albula).

Zur Laichzeit von November bis Dezember begeben sich die adulten Seeforellen auf eine kurze Laichwanderung in die einmündenden Bäche und Flüsse. Dort laichen sie über kiesigem Grund und bauen sogenannte Laichgruben. Bis zum zweiten Lebensjahr bleiben die juvenilen Seeforellen in den Zuflüssen, bevor sie dann in die Seen abwandern und zu stattlichen Raubfischen heranwachsen. Durch Querbauwerke ist den laichbereiten Seeforellen der Aufstieg in die Zuflüsse oftmals verwehrt. Daher ist der Erhalt der Populationen nur durch gezielte Zucht- und Besatzmaßnahmen möglich.

In unserer Besatzfischzucht werden jährlich rd. 150.000 Seeforelleneier erbrütet. Die große Anzahl an Eiern kann allein aus Wildfängen nicht mehr gedeckt werden. Daher erfolgt die Laichgewinnung von Elterntieren aus der Teichhaltung mit gezielter Einkreuzung von Wildfischen. Die ursprünglichen Elterntiere stammen aus dem Biggesee. Je nach Gewässer erfolgt der Besatz im Frühjahr mit 5 bis 7 cm langen Brütlingen oder im Herbst mit einsömmrigen Fischen von 15 bis 17 cm Länge.

In unseren Seen sind die Seeforellen dank des guten Nahrungsangebotes sehr frohwüchsig und erreichen bereits im dritten Jahr Körperlängen von über 50 cm. Erwachsene Tiere werden 80 bis 110 cm lang und erreichen dabei Gewichte von bis zu 11 kg.

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