Die Quappe ist ein natürlicher Bewohner unserer Flüsse wie Lippe, Ruhr oder Ems. Flurbereinigungen und Gewässerbegradigungen haben diese Fischart jedoch vielerorts aus ihrem ursprünglichen Lebensraum verdrängt. In Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband Westfalen und Lippe e. V. nutzen wir erfolgreich die natürliche Restpopulation der Quappe aus der Lippe zur Nachzucht.
Uns ist es durch akribische Detailarbeit gelungen, diese empfindliche und vom Aussterben bedrohte Fischart nachzuzüchten. Ende März trafen sich nun Fischereiexperten aus NRW, Niedersachsen und den Niederlanden am Möhnesee um sich über Besonderheiten der Quappenzucht zu informieren und um weitere Wiederansiedlungsmaßnahmen zu planen.
Die Laichzeit der Quappen findet in den Wintermonaten Januar und Februar, bevorzugt bei Wassertemperaturen unter vier Grad und um Neumond statt. Da die Population der Elterntiere mit rd. 200 Laichfischen recht klein ist, ist bei der Nachzucht der Erhalt der genetische Vielfalt sehr wichtig.
Rein äußerlich lässt sich das Geschlecht der Quappen nicht erkennen. Daher wenden wir Ultraschalluntersuchung zur Alters- und Geschlechterbestimmung an und können so ein optimales Geschlechterverhältnis bei der Quappenzucht gewährleisten.
Die Aufzucht der Quappenlarven ist recht aufwändig und erfolgt zunächst mit Pantoffeltierchen und Algen. Die Nahrungsgrundlage der jungen Quappen produzieren wir in speziellen Futtermittelkulturen ebenfalls selber. In geeignete Lebensräume werden die Jungfische bereits als schwimm- und fressfähige Larven oder aber als vorgestreckte Brütlinge mit 2 – 3 cm Länge ausgesetzt.
Expertentreffen zur Wiederansiedlung und Reproduktion der Quappe
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